Mit Beginn des Krieges Rußlands gegen die Ukraine konnte unser Verein bereits seit März 2022 eine überwältigende Bereitschaft zur Hilfe mit Spenden für die ukrainische Bevölkerung feststellen. Bis Ende 2025 gingen auf unserem für diesen Zweck eingerichteten Spendenkonto Geld- und Sachspenden in Höhe von rund 415.000 € ein. Daran beteiligten sich Privatpersonen, Schulgruppen, Kirchgemeinden, Firmensammlungen, Konzertveranstaltungen bis hin zu familiären Anlässen (Hochzeit, Jubiläum, runde Geburtstage, Trauerfeiern) usw.
Allen dazu ein herzliches Dankeschön !
Unser Verein orientierte sich von Anfang an darauf, die gespendeten Mittel vorrangig zur Hilfe für die”Binnenvertriebenen”direkt in der Ukraine einzusetzen.
Seither konnten dringend benötigte Waren des täglichen Bedarfes, Baby- und Hygieneartikel, Wärmedecken, neue Kleidung, Haushaltgeräte usw. im Wert von mehreren einhunderttausend Euro für die Menschen beschafft werden, die direkt in ihren Heimatregionen vom Krieg betroffen oder aus der Ostukraine in andere Gebiete und Grenzregionen der Ukraine geflohen waren. Darüber hinaus haben wir auch andere Leipziger Vereine bei ihrer Hilfe in der Ukraine finanziell unterstützt, z.B. bei den Transportkosten.
Mit unserer Partnerorganisation”Europa-Kontakt”in Kiew, den Stadtverwaltungen der Partnerstädte Leipzig und Kiew und weiteren neu entstandenen Hilfsorganisationen in Leipzig arbeiten wir eng zusammen, um dem tatsächlichen Bedarf gerecht werden zu können.
Zum Jahresende 2022 entwickelte sich durch den Beginn der Zerstörung der Energiestrukturen in den Großstädten der Ukraine durch russische Raketen ein besonderer Schwerpunkt, es gab einen starken Bedarf an Generatoren für die individuelle Stromerzeugung. Für Kiew erfolgte eine entsprechende Lieferung (Gesamtvolumen 22 t) im Februar 2023. Wir richteten unsere Hilfe dabei hauptsächlich auf Kinder- und Sozialeinrichtungen, Schulen und Hochschuleinrichtungen.
Außerdem konnten wir Ende 2023 auf Bitten der Stadt Kiew die Lieferung von zwei Fahrzeugen für den Transport von Verletzten aus den Spendenmitteln finanziell ermöglichen.
Da seit mehreren Jahren auf unsere Einladung hin Kiewer Jugend-Sportler an der”Lipsiade”in Leipzig teilnehmen, konnten wir fast jedes Jahr den ukrainischen Bus bei der Rückreise nutzen, um z.B. Sachen (Matratzen, Decken , Bettwäsche , Schul- und Zeichenmaterial, Hygieneartikel) für einen Schutzkeller eines Kiewer Kindergartens zu senden.
Ebenso sandten wir Hilfe für die Sozialstation Koseletsk (Raum Chernygov, nördlich von Kiew).
Durch unsere Partnerorganisation war uns diese benannt worden, dort ist ein Versorgungsnetz mit rund 50 kleineren medizinisch-sozialen Anlaufstationen im ländlichen Raum um Kiew zur Versorgung der Bevölkerung. Es fehlt da an medizinischen Produkten, Hygieneartikeln und Waren des täglichen Bedarfes.
Mit den Spendenmitteln konnten wir dazu im Jahr 2024 3 x sowie im Jahr 2025 3 x Hilfe leisten.
Weitere unserer eigenen Aktionen zur Nutzung der uns übertragenen Spenden waren besonders:
Im Mai und Oktober 2022, im Dezember 2024, im August und Dezember 2025 haben wir Hilfslieferungen nach Buschtyno (ukr. Karpaten) organisiert.
Die dortige Gemeinde nimmt regelmäßig eine große Zahl von Familien aus der Ostukraine auf. Die Unterbringung erfolgt in leerstehenden Gebäuden, aber dort fehlt es an Allem, von der Gebäude- und Wohnungsausstattung, über Sanitärartikel, Medikamente, Bekleidung bis zu Lebensmitteln.
Zusätzlich zu den von uns gekauften Produkten war in Leipzig im Dezember 2024 eine tolle Sammelaktion von privater Winterbekleidung für die Menschen dort eine große Hilfe. Außerdem konnten wir über das MDR-Fernsehen organisiert viele Bekleidungsteile im Rahmen einer “Strickaktion” für Bedürftige mit auf den Weg bringen.
2025 wurden erneut zwei LkW-Ladungen mit Waschmaschinen, Heizgeräten, Haushaltgegenständen, Wäsche, Bekleidung und Waren des täglichen Bedarfes nach Buschtyno geschickt. Im Dezember 2025 konnten wir dann auch noch einen Kindergarten dort mit gespendetem Inventar ausstatten.
Im Juli 2022 und April 2023 folgten Hilfslieferungen in die Grenz-/Kriegs-Region Saporishje , vor allem an ein Versorgungszentrum für sozial schwache Familien und Binnenvertriebene. Nach der Sprengung des Dnepr-Staudammes konnten wir ebenso bei der Notversorgung für die Bevölkerung in Cherson helfen.
Wir bedanken uns nochmals hier ganz herzlich bei Allen, die uns bisher bei der Hilfe zur Linderung der Not betroffener Menschen in der Ukraine unterstützt haben.
Unsere Hilfe wird weiter benötigt.